Hey Leute! Ich weiß nicht, ob ich diesen Post noch hochladen kann, bevor ich zurückfliege, weil ich noch nicht weiß, ob die in Portugal WLAN haben.
Ich sitze jedenfalls gerade am Flughafen und warte.
Ich hätte beinahe nicht fliegen können, weil die Frau am Check-in plötzlich meinte, ich bräuchte meinen Reisepass. Den hatte ich aber garnicht erst mit nach Paris genommen, weil sie in Hamburg meinten, der Personalausweis reicht!
Sie haben mich dann am Ende nach einigem Diskutieren trotzdem durchgelassen, aber ich hatte schon Angst, dass ich Weihnachten in Paris verbringen muss. Da de Probleme mit Monas Schwester weiterhin nicht geklärt sind (wenn dann sind sie noch schlimmer geworden), wäre das echt nicht so doll gewesen.
In Frankreich ist die Regelung mit den Reisepässen irgendwie anders, aber ich frage mich, warum sie mir das in Hamburg nicht gesagt haben, ich hätte ihn ja sowieso für den Rückflug gebraucht.
Als wenn das mit dem Reisepass noch nicht genug wäre, hat mein Flug jetzt auch noch mindestens eineinhalb Stunden Verspätung. Eigentlich sollten wir vor 40 Minuten losgeflogen sein und sie haben noch nicht einmal mit dem Boarding angefangen.
Ich hoffe, ihr habt unkompliziertere Weihnachten:)
Bis dann, eure Jule
Sonntag, 23. Dezember 2012
Freitag, 21. Dezember 2012
Wow, nur noch 4 Tage bis Weihnachten...Ich werde wahrscheinlich vom 23. bis zum 30.12 nichts von mir hören lassen, weil ich da in Portugal bin. Wir haben da verwandte und ich werde Weihnachten mir meiner Familie verbringen.
Langsam wird hier auch alles zur Routine und mir fällt seltener etwas ein, das ich in den Blog schreiben kann, aber ich werde fleißig weitersuchen;)
Am Wochenende waren wir in den Galeries Lafayette, noch ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen, und die Dekorationen dort sind echt spektakulär.
Ich mein, die Galeries Lafayettes sind ja normalerweise auch schon schön mit dieser riesigen verzierten Kuppel, aber Jetzt steht in der Mitte noch zusätzlich ein riesige Weihnachtsbaum.
Die Schule macht nach wie vor Spaß, und sonst kann ich eigentlich nichts weiter berichten, denn den Großteil der Zeit verbringen wir mit Unterricht oder mit Hausaufgaben.
Ihr werdet wahrscheinlich in diesem Jahr nichtsmehr von mir hören, aber das ist ja nicht so schlimm, heute gehen wir ja eh alle unter...;)
Schönen Weltuntergang euch allen! Eure Jule
Langsam wird hier auch alles zur Routine und mir fällt seltener etwas ein, das ich in den Blog schreiben kann, aber ich werde fleißig weitersuchen;)
Am Wochenende waren wir in den Galeries Lafayette, noch ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen, und die Dekorationen dort sind echt spektakulär.
Ich mein, die Galeries Lafayettes sind ja normalerweise auch schon schön mit dieser riesigen verzierten Kuppel, aber Jetzt steht in der Mitte noch zusätzlich ein riesige Weihnachtsbaum.
Die Schule macht nach wie vor Spaß, und sonst kann ich eigentlich nichts weiter berichten, denn den Großteil der Zeit verbringen wir mit Unterricht oder mit Hausaufgaben.
Ihr werdet wahrscheinlich in diesem Jahr nichtsmehr von mir hören, aber das ist ja nicht so schlimm, heute gehen wir ja eh alle unter...;)
Schönen Weltuntergang euch allen! Eure Jule
Samstag, 15. Dezember 2012
Die erste Hälfte ist geschafft!
Wir hatten heute vor der Mittagspause zwei Stunden Englisch, was ausnahmsweise sehr lustig war.
Der Lehrer meinte vor zwei Tagen zu uns, er habe am Freitag eine Überraschung für die Klasse, aber ich dachte, wir gucken nur einen Film oder so.
Als er dann meinte, wir gucken keinen Film, war ich erst ein bisschen enttäuscht, aber was dann kam, war noch besser.
Wir haben zwei Stunden lang kleine Spiele und Übungen gemacht, die alle etwas mit Theaterspielen zu tun hatten.
"No French allowed!"
Die Gruppe hat sich echt ins Zeug gelegt und wir haben viel gelacht, sogar der Lehrer war richtig gut drauf.
:)
Wegen solcher Momente lohnt sich dieser Austausch eigentlich erst richtig.
Manchmal denke ich, wenn es mit Monas Schwester richtig problematisch wird und nicht anders kann als mich wie ein ungewollter Gast zu fühlen (was wahrscheinlich auch teilweise zutrifft), dass das alles keinen Sinn mehr macht. Aber den Großteil der Zeit sind wir ja eh in der Schule, da fällt es leicht, die Situation zu Hause zu vergessen.
Ich wusste ja vorher, dass wahrscheinlich Probleme auf mich zukommen werden, ich werde also einfach weiterhin versuchen, mir das nicht zu Herzen zu nehmen und das Beste aus den restlichen sechs Wochen zu machen.
Schönes Wochenende!
Eure Jule
Der Lehrer meinte vor zwei Tagen zu uns, er habe am Freitag eine Überraschung für die Klasse, aber ich dachte, wir gucken nur einen Film oder so.
Als er dann meinte, wir gucken keinen Film, war ich erst ein bisschen enttäuscht, aber was dann kam, war noch besser.
Wir haben zwei Stunden lang kleine Spiele und Übungen gemacht, die alle etwas mit Theaterspielen zu tun hatten.
"No French allowed!"
Die Gruppe hat sich echt ins Zeug gelegt und wir haben viel gelacht, sogar der Lehrer war richtig gut drauf.
:)
Wegen solcher Momente lohnt sich dieser Austausch eigentlich erst richtig.
Manchmal denke ich, wenn es mit Monas Schwester richtig problematisch wird und nicht anders kann als mich wie ein ungewollter Gast zu fühlen (was wahrscheinlich auch teilweise zutrifft), dass das alles keinen Sinn mehr macht. Aber den Großteil der Zeit sind wir ja eh in der Schule, da fällt es leicht, die Situation zu Hause zu vergessen.
Ich wusste ja vorher, dass wahrscheinlich Probleme auf mich zukommen werden, ich werde also einfach weiterhin versuchen, mir das nicht zu Herzen zu nehmen und das Beste aus den restlichen sechs Wochen zu machen.
Schönes Wochenende!
Eure Jule
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Update
So, jetzt melde ich mich auch mal wieder! In den letzten Tagen ist irgendwie nicht so viel passiert. Den Samstag haben wir mit Weihnachtsgeschenke-kaufen verbracht, den Sonntag komplett mit Hausaufgaben und die letzten zwei Tage mit Schule und noch mehr Hausaufgaben...
Heute hatten wir wie jeden Mittwoch nur drei Stunden, aber heute haben wir in Bio einen Fisch siziert. Ich habe nicht mitgemacht, weil ich Fische echt ekelhaft finde. Ich kann sie weder riechen noch essen, also war es für mich schon schwer genug, im Raum zu bleiben, während die anderen die tote Sardine auseinandergenommen haben.
Hier ist es jetzt auch richtig kalt geworden, ungefähr -3 Grad. In Hamburg liegt ja gerade richtig viel Schnee, aber hier hat es bis jetzt nur geregnet. Ich hab auch zum Glück schon so gut wie alle meine Weihnachtsgeschenke! :)
Ach, und noch etwas: Morgen habe ich erst um 13:30 Schule, obwohl ich normalerweise Donnerstags um acht anfange. Hier gibt es nämlich komischerweise keine Vertretungsstunden, deswegen fallen morgen drei Stunden aus. Da wir danach zwei Stunden Pause hätten, kann ich morgen schön ausschlafen!:)
Bis dann, eure Jule
Ps. auf dem Foto seht ihr das Arbeitsblatt zur Fischsizierung. :S
Heute hatten wir wie jeden Mittwoch nur drei Stunden, aber heute haben wir in Bio einen Fisch siziert. Ich habe nicht mitgemacht, weil ich Fische echt ekelhaft finde. Ich kann sie weder riechen noch essen, also war es für mich schon schwer genug, im Raum zu bleiben, während die anderen die tote Sardine auseinandergenommen haben.
Hier ist es jetzt auch richtig kalt geworden, ungefähr -3 Grad. In Hamburg liegt ja gerade richtig viel Schnee, aber hier hat es bis jetzt nur geregnet. Ich hab auch zum Glück schon so gut wie alle meine Weihnachtsgeschenke! :)
Ach, und noch etwas: Morgen habe ich erst um 13:30 Schule, obwohl ich normalerweise Donnerstags um acht anfange. Hier gibt es nämlich komischerweise keine Vertretungsstunden, deswegen fallen morgen drei Stunden aus. Da wir danach zwei Stunden Pause hätten, kann ich morgen schön ausschlafen!:)
Bis dann, eure Jule
Ps. auf dem Foto seht ihr das Arbeitsblatt zur Fischsizierung. :S
Samstag, 8. Dezember 2012
Die erste Dezemberwoche
Hey alle zusammen!
Die erste Dezemberwoche ist jetzt schon vorbei, aber von Weihnachtsstimmung habe ich noch nicht so viel mitbekommen.
Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir zu Hause haben wir immer wenigstens ein bisschen Deko, einen Adventskranz, Adventskalender usw.
Davon fehlt hier bis jetzt jede Spur. Klar, die Champs-Elysées sind geschmückt und im Fernsehen läuft weihnachtliche Werbung, aber hätte meine Mutter mit nicht netterweise einen Adventskalender mit der Post geschickt, hätte man bei meiner Gastfamilie in überhaupt nicht mitbekommen, dass bald Weihnachten ist.
Das finde ich schon ein bisschen schade, aber wir gehen heute Nachmittag mit einigen Freunden von Mona Weihnachtsgeschenke kaufen, das ist ja schonmal etwas.:)
Bis dann, eure Jule
Ps: ich habe beobachtet, dass krank sein hier kein Grund ist, zu Hause zu bleiben. Wenn ich krank bin, gehe ich doch nicht zur Schule und lass es noch schlimmer werden sondern bleibe zu Hause und Ruhe mich aus.
Hier machen sie das anders, die Pumpen sich einfach mit Medikamenten voll und tun so, als wenn nichts wäre.
Also ich weiß ja nicht...
Die erste Dezemberwoche ist jetzt schon vorbei, aber von Weihnachtsstimmung habe ich noch nicht so viel mitbekommen.
Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir zu Hause haben wir immer wenigstens ein bisschen Deko, einen Adventskranz, Adventskalender usw.
Davon fehlt hier bis jetzt jede Spur. Klar, die Champs-Elysées sind geschmückt und im Fernsehen läuft weihnachtliche Werbung, aber hätte meine Mutter mit nicht netterweise einen Adventskalender mit der Post geschickt, hätte man bei meiner Gastfamilie in überhaupt nicht mitbekommen, dass bald Weihnachten ist.
Das finde ich schon ein bisschen schade, aber wir gehen heute Nachmittag mit einigen Freunden von Mona Weihnachtsgeschenke kaufen, das ist ja schonmal etwas.:)
Bis dann, eure Jule
Ps: ich habe beobachtet, dass krank sein hier kein Grund ist, zu Hause zu bleiben. Wenn ich krank bin, gehe ich doch nicht zur Schule und lass es noch schlimmer werden sondern bleibe zu Hause und Ruhe mich aus.
Hier machen sie das anders, die Pumpen sich einfach mit Medikamenten voll und tun so, als wenn nichts wäre.
Also ich weiß ja nicht...
Mittwoch, 5. Dezember 2012
Das Wochenende auf dem Land
Mittlerweile ist es schon Dienstagabend und wir haben immer noch kein Internet! Ich werde wahrscheinlich einfach Posts auf Vorrat schreiben und sie dann alle auf einmal hochladen...
Was allerdings wirklich unpraktisch ist, ist, dass wir auch keinen Telefonanschluss haben, das heißt, ich bin völlig abgekapselt.
Außerdem bin ich durch das Wochenende auch noch krank geworden, also hatte ich heute einen ganzen Tag frei ohne Verbindung zur Außenwelt.
Ich war schon etwas skeptisch, als Mona vehement gegen das Wochenende auf dem Land protestiert hat, aber da wusste ich noch nicht, dass es SO kalt werden würde.
Das Haus meiner Gastfamilie liegt 2 Stunden von Paris entfernt irgendwo in der Pampa "in the middle of nowhere" und ist ein altes Bauernhaus das Monas Vater renoviert.
Das heißt, wir haben in einer Baustelle bei 13 Grad geschlafen.
Die Temperatur stimmt wirklich, da hing ein Thermometer, wobei ich das schon erstaunlich fand, draußen waren es nämlich zwei grad und das Haus war wirklich nicht isoliert.
Kein Wunder, dass ich mir eine Erkältung eingefangen habe, mir hatte nämlich keiner Bescheid gesagt, dass es dort so kalt ist. Ich hab also schön "Platz gespart" und einen der dünnsten Schlafanzüge eingepackt die ich mitgenommen habe.
Ja. War nicht so dolle.
Im Sommer kann es bestimmt total schön auf dem Land sein, die Landschaft war echt hübsch und man kann toll einkaufen, aber im Winter friert man einfach nur...
Hoffentlich bin ich in den nächsten Tagen wieder gesund und wir haben wieder Internet! :)
Bis dann,
Eure Jule
Was allerdings wirklich unpraktisch ist, ist, dass wir auch keinen Telefonanschluss haben, das heißt, ich bin völlig abgekapselt.
Außerdem bin ich durch das Wochenende auch noch krank geworden, also hatte ich heute einen ganzen Tag frei ohne Verbindung zur Außenwelt.
Ich war schon etwas skeptisch, als Mona vehement gegen das Wochenende auf dem Land protestiert hat, aber da wusste ich noch nicht, dass es SO kalt werden würde.
Das Haus meiner Gastfamilie liegt 2 Stunden von Paris entfernt irgendwo in der Pampa "in the middle of nowhere" und ist ein altes Bauernhaus das Monas Vater renoviert.
Das heißt, wir haben in einer Baustelle bei 13 Grad geschlafen.
Die Temperatur stimmt wirklich, da hing ein Thermometer, wobei ich das schon erstaunlich fand, draußen waren es nämlich zwei grad und das Haus war wirklich nicht isoliert.
Kein Wunder, dass ich mir eine Erkältung eingefangen habe, mir hatte nämlich keiner Bescheid gesagt, dass es dort so kalt ist. Ich hab also schön "Platz gespart" und einen der dünnsten Schlafanzüge eingepackt die ich mitgenommen habe.
Ja. War nicht so dolle.
Im Sommer kann es bestimmt total schön auf dem Land sein, die Landschaft war echt hübsch und man kann toll einkaufen, aber im Winter friert man einfach nur...
Hoffentlich bin ich in den nächsten Tagen wieder gesund und wir haben wieder Internet! :)
Bis dann,
Eure Jule
Das erste Drittel
Hey Leute! Tut mir leid, dass dieser Post so lange auf sich warten lassen hat, aber wir hatten mal wieder kein Internet...
Ich weiß auch nicht, was da los ist, aber anscheinend hat meine Familie so eine Datenbegrenzung und jedesmal wenn jemand zu lange das Internet, den Fernseher oder das Telefon benutzt, werden wir für 24 Stunden vom Netz genommen. Da wir fünf Leute sind und der Fernseher fast ununterbrochen läuft, kommt das schon mal vor. Also bitte nicht wundern, wenn ich mal nichts von mir hören lasse! ;) Viel Spaß!
Ich schreibe das am Samstagnachmittag, aber ihr werdet es erst am Sonntagabend zu sehen bekommen, weil ich gerade im Auto sitze auf dem Weg zum Landhaus meiner Gastfamilie.
Ich bin jetzt exakt seit vier Wochen hier, also ist genau ein Drittel meiner Zeit hier jetzt vorbei.
Da wir am Anfang noch eine Woche Ferien hatten, gehe ich erst seit drei Wochen in die Schule.
Die letzte Dezember- und die erste Januarwoche sind ja auch noch frei, also habe ich jetzt noch einmal genau das doppelte an Ferien und Schule.
Ich hab euch ja schon gesagt, dass ich in diesem Post ein bisschen zusammenfassen möchte, was ich bis jetzt über meine. Aufenthalt denke.
1. Die Schule
Die Schule gefällt mir bis jetzt ziemlich gut, soweit das möglich ist. ;) Nein, aber ernsthaft, ich bin ja in Deutschland in der 9. Klasse und Mona ist hier schon in der Oberstufe, die von der Zehnten bis zur Zwölften geht.
Außerdem hatte ich in Deutschland erst seit drei Jahren Französisch, also ist das schon eine ganz schöne Herausforderung.
Das finde ich aber perfekt, denn deswegen bin ich ja hergekommen.
2. Die Umgebung
Klar, das Umfeld ist klasse, Paris ist wirklich eine schöne Stadt. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass es auch hier so kalt wird...:)
Natürlich ist es schön, bei so einem Austausch nicht irgendwo in der Pampa, sondern mitten in einer der tollsten Städte der Welt zu sein, aber ich denke nicht, dass man seinen Aufenthalt auf so etwas aufbauen sollte.
Natürlich ist es schön, jeden Tag zweimal an den tollsten Sehenswürdigkeiten von Paris vorbeizufahren und auf den Champs-Elysées Mittag zu essen, aber viel wichtiger finde ich, dass man sich in seiner Familie wohl fühlt und gerne in de Schule geht.
Wenn das zutrifft, ist die Kulisse irgendwann auch egal.
3. Das Französisch
Ehrlich gesagt, von meinen Französisch-Fortschritten bin ich bis jetzt noch nicht so begeistert. Zwar kenne ich jetzt sehr viele neue Vokabeln, da ich meine Notizen aus der Schule immer übersetze und die Wörter in ein Vokabelheft schreibe, aber das sind dann wieder nur Wörter, die man im richtigen Leben garnicht braucht.
Ich meine, wer will schon wissen, was Ketzer oder Lehnsherr auf Französisch heißt?
Ich glaube, der perfekte Zeitpunkt, so einen Austausch zu machen, ist dann, wenn man die Sprache im Grunde schon verstanden hat, aber nur noch ein bisschen Training braucht.
Wenn man eigentlich weiß, was grammatikalisch richtig ist, aber trainieren möchte, flüssig zu sprechen.
Ich persönlich hatte in der Schule noch nicht einmal alle Zeitformen gelernt, deswegen habe ich jetzt Angst, dass ich mir hier irgendwelche falschen Sachen angewöhne, die ich hinterher nichtmehr los werde.
Ich denke, ich werde einfach so lange Bücher auf Französisch lesen, bis mein Sprachgefühl so gut ist, dass ich intuitiv sagen kann, was richtig und was falsch ist. So habe ich das auch mit Englisch gemacht, und das hat meiner Meinung nach ziemlich gut geklappt.
4. Die Familie
Ich hatte das seltene Glück, dass ich meine Gastfamilie schon vorher kannte, da wir ja im Frühling schon denselben Austausch über eine Woche gemacht haben.
Das heißt, ich konnte mich schon viel besser darauf einstellen, was mich erwarten würde.
Allerdings kann ich sagen, dass es doch einen ziemlich großen Unterschied macht, ob man eine Woche oder drei Monate miteinander verbringt. Nach ein Paar Tagen ist alles noch wie ein Besuch von Verwandten, aber ich denke, erst nach frühestens zwei Wochen haben einige Mitglieder meiner Familie wirklich bemerkt, dass ich länger bleiben werde.
Ich möchte das jetzt nicht so öffentlich im Internet alles ausführen, aber ich kann sagen, dass nicht alles perfekt ist. Es ist nicht so, dass ich riesige Probleme mit meiner Familie habe, aber es gab einige Unbegründete Feindseligkeiten gegen mich, die noch nicht alle geklärt sind. Wenigstens verstehe ich mich nach wie vor super mit Mona, das ist ja das wichtigste, schließlich wird sie im Frühjahr drei Monate bei uns wohnen.
Fazit: Das erste Drittel war im Großen und ganzen so, wie ich es erwartet habe, auch wenn immer mal wieder kleine Überraschungen auftauchen. Ich denke, am wichtigsten ist es, mit so wenigen Erwartungen wie möglich in so eine Sache hineinzugehen und einfach alles so zu nehmen, wie es kommt.
Probleme und Herausforderungen gehören dazu, und man sollte auf keinen Fall ins Ausland gehen um "Urlaub" zu machen oder Schule zu "schwänzen". Wenn man es aus den richtigen Gründen macht, klappt der Rest schon von selbst.
Bis dahin, Eure Jule
Ich weiß auch nicht, was da los ist, aber anscheinend hat meine Familie so eine Datenbegrenzung und jedesmal wenn jemand zu lange das Internet, den Fernseher oder das Telefon benutzt, werden wir für 24 Stunden vom Netz genommen. Da wir fünf Leute sind und der Fernseher fast ununterbrochen läuft, kommt das schon mal vor. Also bitte nicht wundern, wenn ich mal nichts von mir hören lasse! ;) Viel Spaß!
Ich schreibe das am Samstagnachmittag, aber ihr werdet es erst am Sonntagabend zu sehen bekommen, weil ich gerade im Auto sitze auf dem Weg zum Landhaus meiner Gastfamilie.
Ich bin jetzt exakt seit vier Wochen hier, also ist genau ein Drittel meiner Zeit hier jetzt vorbei.
Da wir am Anfang noch eine Woche Ferien hatten, gehe ich erst seit drei Wochen in die Schule.
Die letzte Dezember- und die erste Januarwoche sind ja auch noch frei, also habe ich jetzt noch einmal genau das doppelte an Ferien und Schule.
Ich hab euch ja schon gesagt, dass ich in diesem Post ein bisschen zusammenfassen möchte, was ich bis jetzt über meine. Aufenthalt denke.
1. Die Schule
Die Schule gefällt mir bis jetzt ziemlich gut, soweit das möglich ist. ;) Nein, aber ernsthaft, ich bin ja in Deutschland in der 9. Klasse und Mona ist hier schon in der Oberstufe, die von der Zehnten bis zur Zwölften geht.
Außerdem hatte ich in Deutschland erst seit drei Jahren Französisch, also ist das schon eine ganz schöne Herausforderung.
Das finde ich aber perfekt, denn deswegen bin ich ja hergekommen.
2. Die Umgebung
Klar, das Umfeld ist klasse, Paris ist wirklich eine schöne Stadt. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass es auch hier so kalt wird...:)
Natürlich ist es schön, bei so einem Austausch nicht irgendwo in der Pampa, sondern mitten in einer der tollsten Städte der Welt zu sein, aber ich denke nicht, dass man seinen Aufenthalt auf so etwas aufbauen sollte.
Natürlich ist es schön, jeden Tag zweimal an den tollsten Sehenswürdigkeiten von Paris vorbeizufahren und auf den Champs-Elysées Mittag zu essen, aber viel wichtiger finde ich, dass man sich in seiner Familie wohl fühlt und gerne in de Schule geht.
Wenn das zutrifft, ist die Kulisse irgendwann auch egal.
3. Das Französisch
Ehrlich gesagt, von meinen Französisch-Fortschritten bin ich bis jetzt noch nicht so begeistert. Zwar kenne ich jetzt sehr viele neue Vokabeln, da ich meine Notizen aus der Schule immer übersetze und die Wörter in ein Vokabelheft schreibe, aber das sind dann wieder nur Wörter, die man im richtigen Leben garnicht braucht.
Ich meine, wer will schon wissen, was Ketzer oder Lehnsherr auf Französisch heißt?
Ich glaube, der perfekte Zeitpunkt, so einen Austausch zu machen, ist dann, wenn man die Sprache im Grunde schon verstanden hat, aber nur noch ein bisschen Training braucht.
Wenn man eigentlich weiß, was grammatikalisch richtig ist, aber trainieren möchte, flüssig zu sprechen.
Ich persönlich hatte in der Schule noch nicht einmal alle Zeitformen gelernt, deswegen habe ich jetzt Angst, dass ich mir hier irgendwelche falschen Sachen angewöhne, die ich hinterher nichtmehr los werde.
Ich denke, ich werde einfach so lange Bücher auf Französisch lesen, bis mein Sprachgefühl so gut ist, dass ich intuitiv sagen kann, was richtig und was falsch ist. So habe ich das auch mit Englisch gemacht, und das hat meiner Meinung nach ziemlich gut geklappt.
4. Die Familie
Ich hatte das seltene Glück, dass ich meine Gastfamilie schon vorher kannte, da wir ja im Frühling schon denselben Austausch über eine Woche gemacht haben.
Das heißt, ich konnte mich schon viel besser darauf einstellen, was mich erwarten würde.
Allerdings kann ich sagen, dass es doch einen ziemlich großen Unterschied macht, ob man eine Woche oder drei Monate miteinander verbringt. Nach ein Paar Tagen ist alles noch wie ein Besuch von Verwandten, aber ich denke, erst nach frühestens zwei Wochen haben einige Mitglieder meiner Familie wirklich bemerkt, dass ich länger bleiben werde.
Ich möchte das jetzt nicht so öffentlich im Internet alles ausführen, aber ich kann sagen, dass nicht alles perfekt ist. Es ist nicht so, dass ich riesige Probleme mit meiner Familie habe, aber es gab einige Unbegründete Feindseligkeiten gegen mich, die noch nicht alle geklärt sind. Wenigstens verstehe ich mich nach wie vor super mit Mona, das ist ja das wichtigste, schließlich wird sie im Frühjahr drei Monate bei uns wohnen.
Fazit: Das erste Drittel war im Großen und ganzen so, wie ich es erwartet habe, auch wenn immer mal wieder kleine Überraschungen auftauchen. Ich denke, am wichtigsten ist es, mit so wenigen Erwartungen wie möglich in so eine Sache hineinzugehen und einfach alles so zu nehmen, wie es kommt.
Probleme und Herausforderungen gehören dazu, und man sollte auf keinen Fall ins Ausland gehen um "Urlaub" zu machen oder Schule zu "schwänzen". Wenn man es aus den richtigen Gründen macht, klappt der Rest schon von selbst.
Bis dahin, Eure Jule
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